DAS 1x1 DER BERUFLICHEN BILDUNG

Jedes Fachgebiet hat seine Terminologie. Auch wer sich für das Thema Berufliche Bildung interessiert, stößt auf viele Fachbegriffe, Hinweise auf Vorschriften und Gesetzestexte. Und wo informiert man sich überhaupt am besten?

Um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, erläutern wir auf dieser Seite einige besonders häufig genannte Begriffe und nennen nützliche Quellen für die weitere Recherche zum Thema Berufliche Bildung.

Bei konkreten Fragen zu unseren Bildungsangeboten stehen Ihnen selbstverständlich die Mitarbeiter*innen der einzelnen Standorte zur Verfügung.

 

Bildung in Deutschland

Gesetzliche Grundlagen

Die berufliche Bildung in Deutschland ist im Berufsbildungsgesetz (BBiG) geregelt. Generell wird dort zwischen Aus- und Fortbildung unterschieden. Während die Ausbildung auf den Erwerb grundlegender Kenntnisse in einem anerkannten Ausbildungsberuf ausgerichtet ist, zielt die Fortbildung auf den Erhalt, die Erweiterung oder Anpassung vorhandener beruflicher Qualifikationen ab. Dient die Fortbildung gezielt dem beruflichen Aufstieg, z. B. vom Gesellen zum Meister, handelt es sich um eine Aufstiegsfortbildung.

Der Begriff „Berufliche Weiterbildung“ umfasst alle Arten der Fortbildung im Sinne des BBiG, aber auch Umschulungen, betriebliche Weiterbildungmaßnahmen und autodidaktisches Lernen. „Berufliche Bildung“ schließt darüber hinaus auch den Bereich der Berufsausbildung ein.

Fördermöglichkeiten

Für Berufliche Weiterbildung gibt es in Deutschland zahlreiche Möglichkeiten der finanziellen Förderung, vom Bildungs- oder Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein über Weiterbildungsprämien und Aufstiegs-BAFöG bis zu Stipendien und Weiterbildungsschecks. Die Mittel werden von EU, Bund, Ländern und Kommunen bereitgestellt und über verschiedene Institutionen zugeteilt.

Erster Ansprechpartner für Privatpersonen ist in der Regel das zuständige Jobcenter. Dort wird auch über das häufigste Förderinstrument entschieden, den Bildungsgutschein. Ein solcher Gutschein kann für Maßnahmen vergeben werden, mit denen Arbeitslosigkeit beendet bzw. drohende Arbeitslosigkeit abgewendet oder ein fehlender Berufsabschluss nachgeholt werden kann.

Unsere Angebotsformen

Deine Entscheidung


Die Begriffe Lehrgang und Kurs sind weder bildungspolitisch noch -wissenschaftlich genau definiert. Im allgemeinen Sprachgebrauch stehen sie bereichsübergreifend für organisierte Bildungsveranstaltungen aller Art und Dauer. Das Wort Kurs bezeichnet darüber hinaus auch die Gesamtheit der teilnehmenden Personen („Der Kurs ging geschlossen zum Mittagessen“).

Beispiele für Lehrgänge und Kursangebote:

  • Verkaufsschulung (1 Tag)
  • Schweißer-Lehrgang (3 Tage)
  • Umschulung (mehrere Jahre)

Das Seminar ist die wohl die am häufigsten angebotene Form einer Bildungsveranstaltung. Der Begriff ist nicht offiziell definiert, wird in der beruflichen Bildung aber meistens für eine zeitlich und thematisch konzentrierte Lehrveranstaltung genutzt, die in der Regel auch nur von einer Person geleitet wird. Ziel eines Seminars ist die Vermittlung grundlegender Kenntnisse zu einem bestimmten Thema, die Dauer beträgt selten mehr als einige Tage.

Der Ursprung des Wortes Seminar liegt vermutlich im lateinischen seminare (= säen) und wurde lange Zeit vor allem für akademische und kirchliche Lehrveranstaltungen genutzt. Noch heute bieten Hochschulen bspw. Proseminare für Studienanfänger und Kirchen veranstalten Priesterseminare für angehende Geistliche.

Beispiele für Seminarangebote:

  • Preiskalkulation für Elektroinstallationsbetriebe (1 Tag)
  • Grundlagen des Direktmarketing (2 Tage)
  • Einführung in die Kostenrechnung (3 Tage)

Trainingsmaßnahmen zielen darauf ab, spezielle Handlungen, Abläufe und Fertigkeiten einzuüben und zu festigen. Dabei gibt der Trainer in der Regel typische Anwendungssituationen und Arbeitsschritte vor, die von den Teilnehmern exakt nachvollzogen werden. Häufig kommen dabei technische Hilfsmittel wie Computer oder audiovisuelle Aufnahmegeräte zum Einsatz.

Ein Training kann der Vorbereitung auf bestimmte Lebenssituationen dienen (z. B. Bewerbungstraining) oder auch der effektiveren Bearbeitung alltäglicher Vorgänge (z. B. Software-Training).

Die Dauer der meisten Trainingsveranstaltungen liegt je nach Thema und Zusammenhang zwischen wenigen Stunden und mehreren Tagen. In der beruflichen Weiterbildung wird der Begriff jedoch auch häufig für gezielte berufsvorbereitende Maßnahmen verwendet, die durchaus mehrere Wochen oder Monate dauern können.

Beispiele für Trainigsangebote:

  • Serienbriefe erstellen mit Microsoft Office (1 Tag)
  • Erste-Hilfe-Training für Führerscheinbewerber (2 Tage)
  • Bewerbungstraining für Langzeitarbeitslose (3 Tage)

Als Workshops werden in der Regel Bildungsveranstaltungen mit starkem Praxisbezug bezeichnet. Hier steht weniger die Vermittlung grundlegender Kenntnisse im Vordergrund als der Austausch von Wissen, Ideen und Erfahrungen der Teilnehmer. Dies geschieht zum Beispiel in Form von Übungen, Erfahrungsberichten, Brainstormings und Diskussionen. Der Workshopleiter gibt dabei Impulse und fachlichen Input, tritt ansonsten aber eher als Moderator auf. Die Dauer der meisten Workshops liegt zwischen wenigen Stunden und mehreren Tagen.

Die Ergebnisse eines Workshops sollen möglichst unmittelbar in der Praxis angewandt und im beruflichen Alltag umgesetzt werden können. Ein formaler Abschluss ist damit normalerweise nicht verbunden.

Workshops werden häufig auch firmen- und organisationsintern veranstaltet, um gemeinsam neue Ideen zu entwickeln oder Problemlösungen zu erarbeiten.

Beispiele für Workshopangebote:

  • Unsere Marketingstrategie (2 Tage)
  • Workshop Kreatives Schreiben (3 Tage)
  • Zukunftswerkstatt Bildung neue Wege zur Lernkultur (1 Tag)

E-Learning ist der Sammelbegriff für elektronisch unterstütztes Lernen in jeglicher Form. Anfangs noch als einfache textbasierte Software für Personal-Computer, ab Mitte der 1990er Jahre dann oft als komplexe Multimedia-Anwendungen mit Bildern, Audio- und Video-Elementen (Computer Based Training).

Mit der rasanten Verbreitung des Internet verlagerten sich die CBT-Programme immer mehr ins Web und wurden zu WBT-Anwendungen (Web Based Training). Mittlerweile findet ein Großteil des E-Learning online statt. Das Angebot reicht von Powerpoint-Folien über Lernvideos auf YouTube & Co. bis zu komplexen Learning Management Systemen.

Allerdings lässt sich längst nicht jede Art von Aus-, Fort- und Weiterbildung online durchführen. Berufliche Qualifizierungsmaßnahmen mit breit gefächerten Inhalten erfordern aus didaktischen, pädagogischen und sozialen Gründen nach wie vor die persönliche Anwesenheit und Mitarbeit der Teilnehmer.

Beispiele für E-Learnigangebote:

  • Ignit a natur sinimporro quatiis erferfe reperovit eturqu
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Information

Persönliche Beratung

Berufliche Bildung ist ein weites Feld, reglementiert durch zahlreiche Gesetze und Verfahren. Auf dieser Seite finden Sie einige Tipps zum Einstieg in das Thema und zu weiteren Informationsquellen. Es lohnt sich, etwas Zeit in die Recherche zu investieren. Denn Weiterbildung kann Ihnen neue Perspektiven eröffnen und vielleicht sogar einen Weg zu Ihrem Traumjob aufzeigen.

Und wenn Sie konkrete Fragen zu Möglichkeiten Ihrer persönlichen Weiterbildung haben, dann stehen Ihnen unsere Mitarbeiter*innen an den BZNO-Standorten nach Absprache gerne für eine persönliche Beratung zur Verfügung. Dasselbe gilt auch für Unternehmen, die ihre Mitarbeiter*innen zu bestimmten Themen schulen und qualifizieren wollen.

Abschlüsse

Das kann man werden


Als berufsqualifizierender Abschluss im Sinne des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) gilt der Abschluss einer Berufsausbildung in einem der rund 340 staatlich anerkannten Ausbildungsberufe. Die Ausbildung kann im dualen System oder an einer Berufsfachschule erfolgen, die Abschlussprüfung wird in den meisten Fällen von den zuständigen Körperschaften wie Industrie- und Handelskammer oder Handwerkskammer durchgeführt. Die Dauer einer solchen Ausbildung beträgt in der Regel zwei oder drei Jahre.

Ein berufsqualifizierender Abschluss kann auch durch berufliche Fortbildungsmaßnahmen erlangt werden. Akademische Grade wie Diplom, Magister oder Bachelor werden ebenfalls als berufsqualifizierende Abschlüsse betrachtet.
 

Als Kaufmannsgehilfe wurde früher ein Berufstätiger mit einem berufsqualifizierenden Abschluss im kaufmännischen Bereich bezeichnet. Die Abschlussurkunde nannte sich Kaufmannsgehilfenbrief und war dem Gesellen- und Facharbeiterbrief gleichgestellt. Die Bezeichnung wurde im Jahre 2000 abgeschafft, ist im allgemeinen Sprachgebrauch aber immer noch weit verbreitet.

Seit dem 1. September 2000 wird nur noch die Bezeichnung „Kaufmann“ mit einem beschreibenden Zusatz verwendet, z. B. „Hotelkaufmann/-kauffrau“, „Kaufmann/Kauffrau für Bürokommunikation“ oder „Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel“. Als Qualifikationsnachweis gilt das Prüfungszeugnis der IHK.

Beispiele:

  • Hotelkaufmann/-frau
  • Kaufmann/-frau für Bürokommunikation
  • Kaufmann/-frau im Einzelhandel

Geselle darf sich nennen, wer eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf des Handwerks abgeschlossen hat. Der Gesellenbrief ist vergleichbar mit dem Facharbeiterbrief im industriellen sowie dem früheren Gehilfenbrief im kaufmännischen Bereich. Zuständig sind hier jedoch die Handwerkskammern.

Im Gegensatz zum kaufmännischen Bereich ist der Begriff Geselle im Allgemeinen nicht Bestandteil der jeweiligen Berufsbezeichnung. Wer die „Gesellenprüfung“ besteht, darf sich dann bspw. Gebäudereiniger, Bäcker/in oder Kraftfahrzeugmechatroniker/in nennen.

Der Gesellenbrief ist Mindestvoraussetzung für eine Zulassung zur Meisterprüfung im entsprechenden Beruf.

Beispiele:

  • Gebäudereiniger/-in
  • Bäcker/in
  • Kraftfahrzeugmechatroniker/in

Als Facharbeiterbrief wird die Urkunde bezeichnet, die nach bestandener Abschlussprüfung vor der IHK in einem anerkannten Ausbildungsberuf im gewerblich-technischen Bereich ausgehändigt wird. Beispiele: Industrieelektroniker/in, Industriemechaniker/in oder Elektroanlagenmonteur/in. Der Facharbeiterbrief entspricht dem Gesellenbrief im Handwerk sowie dem früheren Kaufmannsgehilfenbrief. Zuständig sind in der Regel die Industrie- und Handelskammern. Wie der Gesellenbrief im Handwerk ist auch der Facharbeiterbrief Grundvoraussetzung für die Zulassung zur Meisterprüfung im entsprechenden Beruf.

Der Begriff Facharbeiter ist jedoch nicht so klar definiert wie beispielsweise der Geselle im Handwerk. So gibt es Facharbeiter-Ausbildungsgänge kürzerer Dauer, die auf einer vorhandenen Ausbildung aufsetzen oder Basis für weitergehende Abschlüsse sind. 

Beispiele:

  • Industrieelektroniker/in
  • Industriemechaniker/in
  • Elektroanlagenmonteur/in

Die Bezeichnung Fachkraft ist nicht gesetzlich definiert und  entsprechend vielfältig in der Bedeutung. Es gibt anerkannte Ausbildungsberufe mit der Bezeichnung Fachkraft, deren Qualifikationsgrad der Gesellen-,  Facharbeiter- und Kaufmanns(gehilfen)ausbildung entspricht, z. B. „Fachkraft für Lagerlogistik“ mit einer Ausbildungsdauer von 3 Jahren. Zuständig sind in der Regel die Industrie- und Handelskammern.

Darüber hinaus gibt es aber auch Weiterbildungsgänge höchst unterschiedlicher Dauer, die ebenfalls mit der Bezeichnung Fachkraft abschließen, aber eher auf Spezialisierung bzw. Zusatzqualifizierung ausgerichtet sind. Beispiel: Fachkraft für Arbeitsschutz.

Im allgemeinen Sprachgebrauch (Stichwort Fachkräftemangel) wird als Fachkraft bezeichnet, wer über eine spezifische berufliche Qualifikation vorzugsweise im gewerblich-technischen Bereich verfügt, erworben zum Beispiel durch eine Facharbeiter-Ausbildung oder entsprechend langjährige Berufserfahrung.

Beispiele:

  • Fachkraft für Lagerlogistik
  • Servicefachkraft für Dialogmarketing
  • Fachkraft für Arbeitsschutz

Weitere Quellen

Bringen Dich weiter


Arbeitsagentur

Die Website der Arbeitsagentur ist erste Anlaufstelle für viele Arbeitsuchende und Weiterbildungsinteressierte sowie auch für Arbeitgeber. Sie bietet zahlreiche Informationen zu rechtlichen, formalen und sozialen Aspekten der Arbeitswelt, aber auch ganz praktische Hilfen, zum Beispiel bei der Suche nach zuständigen Stellen und Ansprechpartnern vor Ort.

www.arbeitsagentur.de


JOBBÖRSE

Mit der Online-Jobbörse der Arbeitsagentur können Sie gezielt und schnell freie Ausbildungs- oder Arbeitsstellen finden. Dabei der Suche werden sachliche und auch regionale Kriterien berücksichtigt. Unternehmen wiederum können hier freie Stellen anbieten und geeignete Bewerber finden.

jobboerse.arbeitsagentur.de


BERUFENET

BERUFENET ist ein Service der Arbeitsagentur und bietet aktuelle Informationen zu mehreren Tausend Berufen: Ausbildungsinhalte, Tätigkeitsbeschreibungen, Zugangsvoraussetzungen und vieles mehr. Die Suche erfolgt über bestimmte Berufsbezeichnungen, Stichworte oder Berufsfelder.

berufenet.arbeitsagentur.de


KURSNET

KURSNET ist ebenfalls ein Service der Arbeitsagentur. Hier können Sie in einer Datenbank mit über 400.00 Bildungsangeboten recherchieren. Entweder mit ganz bestimmten Vorstellungen oder als Anregung für eigene Aktivitäten. Die Suche erfolgt über Stichworte und kann natürlich auch regional eingegrenzt werden.

infobub.arbeitsagentur.de


DEUTSCHER BILDUNGSSERVER

Der Deutsche Bildungsserver ist ein Gemeinschaftsprojekt von Bund und Ländern und versteht sich als zentraler Wegweiser zu Bildungsinformationen im Internet. Er bietet allen Interessierten grundlegende und hochwertige Informationen und Internetquellen - schnell, aktuell, umfassend und kostenfrei. Als Meta-Server greift er dabei auf die Datenbestände zahlreicher Institutionen zurück.

www.bildungsserver.de


BUNDESINSTITUT
FÜR BERUFSBILDUNG

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) ist das anerkannte Kompetenzzentrum zur Erforschung und Weiterentwicklung der beruflichen Aus- und Weiterbildung in Deutschland. Hier finden Sie umfassende Informationen zu allen Bereichen der beruflichen Bildung. Das BIBB ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts und untersteht der Aufsicht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). www.bibb.de


Didaktik/Methodik

So lässt sich lernen


Frontalunterricht

Eine eher unschöne Bezeichnung für die klassische und wohl immer noch häufigste Form der organisierten Wissensvermittlung: Der Lehrer oder Dozent steht vor der Gruppe und trägt den zu vermittelnden theoretischen Lernstoff vor. Das muss jedoch nicht zwingend langweilig sein. Ein guter Lehrer bzw. Dozent wird den Unterricht durch Übungen oder Diskussionen auflockern und mit anderen Lehrmethoden kombinieren.

Praxisübungen

Praktische Übungen werden zumeist eingesetzt, um zuvor vermittelte theoretische Kenntnisse praktisch umzusetzen und durch aktives Handeln zu festigen. Grundlage von Übungen sind häufig authentische Fallbeispiele oder Situationen. Das kann zum Beispiel die Verbuchung von Geschäftsvorfällen im Rechnungswesen sein, die Gestaltung eines Dokumentes mit der Textverarbeitung oder die gezielte Bearbeitung eines Werkstückes. Übungen werden meistens als Einzel- oder Partnerarbeit konzipiert. Grundsätzlich gilt: Je realistischer die Aufgabenstellung, desto größer der Lerneffekt.

Diskussion

Gespräche und Diskussionen können in allen Unterrichtsformen vorkommen und  ergeben sich häufig spontan. Sie lassen sich jedoch auch gezielt als didaktisches Mittel einsetzen, um verschiedene Ebenen, Betrachtungsweisen und Problemlösungen eines Themas sichtbar zu machen. Diskussionen können im Prinzip zu jedem Thema geführt werden, wobei die Effizienz neben dem persönlichen Engagement der Teilnehmer entscheidend von der konkreten Fragestellung und der Moderationsfähigkeit des Leiters abhängig ist. Bei handlungsorientierten Lehrmethoden wie Workshops sind Diskussionen ein fester Bestandteil des Konzeptes.

Projektarbeit

Projektarbeiten sollen die Teilnehmer veranlassen, sich selbst aktiv mit einem Thema zu befassen. Sie unterscheiden sich von Übungen vor allem dadurch, dass die Aufgabenstellung in der Regel freier formuliert ist und den Teilnehmern mehr Spielraum für eigene Interpretationen und Herangehensweisen lässt. Projekte können als Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit durchgeführt werden. Entweder arbeiten alle zum selben Thema, um unterschiedliche Herangehensweisen oder Problemlösungen zu zeigen, oder zu unterschiedlichen Teilaspekten, um die inhaltliche Breite zu vergrößern. So oder so: Ein wichtiges Element aller Projektarbeiten ist die abschließende Präsentation und Diskussion der Ergebnisse.

Handlungsorientiertes Lernen

Ein didaktisch-methodisches Konzept, das einen ganzheitlichen, praxisorientierten Ansatz verfolgt. Im Gegensatz zu klassischen Lehrmethoden wie Vortrag bzw. Frontalunterricht wird hier nicht von theoretischem Wissen auf die Praxis geschlossen, sondern umgekehrt mit konkreten Übungen und Beispielen von der Praxis zur Theorie übergeleitet. Dies geschieht häufig mit aktiven Lernmethoden wie zum Beispiel Gruppen- oder Projektarbeiten mit anschließender Ergebnispräsentation. Auch Workshops, Lern- und Übungsfirmen stellen weitreichende Formen des handlungsorientierten Lernens dar.