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2. Ausbildung


Was ist ein anerkannter Ausbildungsberuf?

Ein Ausbildungsberuf ist staatlich anerkannt, wenn für ihn eine Ausbildungsordnung erlassen wurde, die eine geordnete und einheitliche betriebliche Berufsausbildung im gesamten Bundesgebiet gewährleistet. Gesetzliche Grundlagen sind das Berufsbildungsgesetz und die Handwerksordnung.

Wo lernt man anerkannte Ausbildungsberufe?

Die Berufsausbildung wird im ?dualen System? durchgeführt. Das heißt, die praktischen und theoretischen Kenntnisse und Fertigkeiten  werden sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule vermittelt. Anerkannte Ausbildungsberufe kann man in einem Betrieb oder Verwaltung, auch in einer Berufsfachschule oder einer anderen berufsbildenden Einrichtung erlernen.

Wie lange dauert die Ausbildung?

Die Ausbildungsdauer beträgt in den anerkannten Ausbildungsberufen meist zwei bis dreieinhalb Jahre und wird in der jeweiligen Ausbildungsordnung festgelegt. Die Ausbildung kann unter bestimmten Vorraussetzungen, zum Beispiel bei bestimmten Schulabschlüssen oder entsprechenden Leistungen während der Ausbildung verkürzt werden.

Wie lang darf die Probezeit sein?

Die Probezeit ist gesetzlich festgelegt. Sie muss mindesten einen Monat und darf höchstens vier Monate betragen. Während der Probezeit kann das Ausbildungsverhältnis ohne Angabe von Gründen gekündigt werden.

Wie hoch darf die tägliche Ausbildungszeit sein?

Die regelmäßige tägliche Ausbildungszeit ist im Arbeitszeitgesetz bzw. dem betreffenden Tarifvertrag festgelegt. Für Jugendliche (unter 18 Jahre) sind die Regelungen im Jugendarbeitsschutzgesetz zu finden.

Wie viele Urlaubstage hat man während der Ausbildung?

Den Mindesturlaub regelt das Jugendarbeitsschutzgesetz, der betreffende Tarifvertrag oder das Bundesurlaubsgesetz. Für den Mindestanspruch (Jugendliche unter 18 Jahre) gibt es altersmäßige Abstufungen. Der Urlaub wird immer für ein Kalenderjahr (nicht Ausbildungsjahr) gewährt.

Was muss vor Beginn einer Ausbildung alles geregelt werden?

Auszubildende müssen Lohnsteuern zahlen. Die Lohnsteuerkarte erhält man bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Die Lohnsteuerkarte ist beim Arbeitgeber abzugeben, damit er die Lohnsteuer an das Finanzamt abführen kann.
Neben der Lohnsteuer werden nun auch Beiträge zur Renten- und Sozialversicherung fällig. Daher benötigt der Arbeitgeber auch den Sozialversicherungsausweis und die Rentenversicherungsnummer. Beides kann die Krankenkasse beantragen. Die Wahl der Krankenkasse obliegt zu Beginn jedem Auszubildenden mit Ausbildungsbeginn selbst.

Wie oft kann die Abschlussprüfung wiederholt werden?

Die Abschlussprüfung kann nur zweimal wiederholt werden. Wenn der Auszubildende nur in einem Teil der Abschlussprüfung durchgefallen ist, reicht es, wenn er nur diesen Teil wiederholt. Das Ausbildungsverhältnis kann bei nicht bestandener Abschlussprüfung unter bestimmten Voraussetzungen bis zum nächsten Prüfungstermin verlängert werden. Es ist aber auch möglich, das Ausbildungsverhältnis zum vertraglich vereinbarten Zeitpunkt zu beenden und als externer Prüfling an der Abschlussprüfung teilzunehmen.

Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung?

Die Höhe Ausbildungsvergütung ist in Tarifverträgen geregelt und in den einzelnen Branchen der Wirtschaft und Verwaltung unterschiedlich hoch. Sie steigert sich im Verlauf der Ausbildungszeit.