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Lehrgang/Kursus


Lehrgang/Kursus

Die Begriffe Lehrgang und Kursus (bzw. Kurs) sind weder bildungspolitisch noch -wissenschaftlich genau definiert. Im allgemeinen Sprachgebrauch stehen sie bereichsübergreifend für organisierte Bildungsveranstaltungen aller Art und Dauer.  Das kann eine eintägige Verkaufsschulung sein, ein dreitägiger Schweißer-Lehrgang oder auch eine mehrjährige Umschulung.

Das Wort Kurs bezeichnet darüber hinaus auch die Gesamtheit der teilnehmenden Personen ("Der Kurs ging geschlossen zum Mittagessen").


Seminar


Seminar

Das Seminar ist die wohl die am häufigsten angebotene Form einer Bildungsveranstaltung. Der Begriff ist nicht offiziell definiert, wird in der beruflichen Bildung aber meistens für eine zeitlich und thematisch konzentrierte Lehrveranstaltung genutzt, die in der Regel auch nur von einer Person geleitet wird. Ziel eines Seminars ist die Vermittlung grundlegender Kenntnisse zu einem bestimmten Thema, die Dauer beträgt selten mehr als einige Tage.

Beispiele für typische Seminarangebote:

  • "Preiskalkulation für Elektroinstallationsbetriebe (1 Tag)"
  • "Grundlagen des Direktmarketing (2 Tage)"
  • "Einführung in die Kostenrechnung (3 Tage)"

Der Ursprung des Wortes Seminar liegt vermutlich im lateinischen seminare (= säen) und wurde lange Zeit vor allem für akademische und kirchliche Lehrveranstaltungen genutzt. Noch heute bieten Hochschulen bspw. Proseminare für Studienanfänger und Kirchen veranstalten Priesterseminare für angehende Geistliche.


Informationen über aktuelle Seminare erhalten Sie direkt beim durchführenden Standort. Die entsprechenden Kontaktdaten und Ansprechpartner finden Sie im Bereich Adresse.


Training


Training

Trainingsmaßnahmen zielen darauf ab, spezielle Handlungen, Abläufe und Fertigkeiten einzuüben und zu festigen. Dabei gibt der Trainer in der Regel typische Anwendungssituationen und Arbeitsschritte vor, die von den Teilnehmern exakt nachvollzogen werden. Dabei werden häufig technische Hilfsmittel wie Computer oder audiovisuelle Aufnahmegeräte zum Einsatz.

Ein Training kann der Vorbereitung auf bestimmte Lebenssituationen dienen oder auch der effektiveren Bearbeitung alltäglicher Vorgänge.
Beispiele für typische Trainigsangebote:

  • "Serienbriefe erstellen mit Microsoft Office (1 Tag)"
  • "Erste-Hilfe-Training für Führerscheinbewerber (2 Tage)"
  • "Bewerbungstraining für Langzeitarbeitslose (3 Tage)"

Die Dauer der meisten Trainingsveranstaltungen liegt je nach Thema und Zusammenhang zwischen wenigen Stunden und mehreren Tagen. In der beruflichen Weiterbildung wird der Begriff jedoch auch häufig für gezielte berufsvorbereitende Maßnahmen verwendet, die durchaus mehrere Wochen oder Monate dauern können.


Workshop


Workshop

Als Workshops werden in der Regel Bildungsveranstaltungen mit starkem Praxisbezug bezeichnet. Hier steht weniger die Vermittlung grundlegender Kenntnisse im Vordergrund als der Austausch von Wissen, Ideen und Erfahrungen der Teilnehmer. Dies geschieht zum Beispiel in Form von Übungen, Erfahrungsberichten, Brainstormings und Diskussionen. Der Workshopleiter gibt dabei Impulse und fachlichen Input, tritt ansonsten aber eher als Moderator auf. Die Dauer der meisten Workshops liegt zwischen wenigen Stunden und mehreren Tagen.

Die Ergebnisse eines Workshops sollen möglichst unmittelbar in der Praxis angewandt und im beruflichen Alltag umgesetzt werden können. Ein formaler Abschluss ist damit normalerweise nicht verbunden. Bei offenen Veranstaltungen erhalten die Teilnehmer in der Regel eine Teilnahmebescheinigung.
Workshops werden häufig auch firmen- und organisationsintern veranstaltet, um gemeinsam neue Ideen zu entwickeln oder Problemlösungen zu erarbeiten.
Beispiele für typische Workshopangebote:

  • "Unsere Marketingstrategie 2010" (2 Tag)"
  • "Workshop Kreatives Schreiben (3 Tage)"
  • "Zukunftswerkstatt Bildung - neue Wege zur Lernkultur (1 Tag)"

Im Englischen steht der Begriff Workshop für Werkstatt oder Betriebsstätte, aber eben auch für Arbeitstreffen oder Arbeitsgruppe.


E-Learning


E-Learning

E-Learning ist der Sammelbegriff für Angebote des elektronisch unterstützten Lernens. Mit der Eroberung der Privathaushalte durch den Personal-Computer entstand in den 1980er Jahren eine völlig neue Lernform: Computer Based Training, kurz CBT. Anfangs waren es noch einfache, textorientierte Programme zur Abfrage von Daten oder Vokabeln. Mit der zunehmenden Multimedia-Fähigkeit der PCs und der Verbreitung der CD-ROM als Datenträger wurden CBT-Anwendungen jedoch bald zu hochgradig interaktiven Lernumgebungen mit attraktiven Benutzeroberflächen, audiovisuellen Elementen sowie ausgefeilten Funktionen zur Lernkontrolle.

Mit dem Erfolg des World Wide Web verlagerten sich die CBT-Anwendungen immer mehr ins Internet. Hier spricht man deshalb auch von WBT (Web Based Training). Inzwsichen gibt es tausende von Angeboten zum Lernen im und über das Internet. Dabei werden praktisch alle denkbaren Themenbereiche abgedeckt, die nicht zwingend eine persönliche Präsenz erfolgen.

Der Vorteil von E-Learning-Angeboten ist die örtliche und zumeist auch zeitliche Unabhängigkeit. Nachteile sind die mangelnde Interaktion zwischen Lernenden und Lehrenden sowie die eingeschränkte Möglichkeit zur Individualisierung der Lerninhalte und Methoden. Viele Anbieter versuchen, dieses Manko durch Community-Elemente wie Webforen und Chatrooms zu mindern.

Der E-Learning-Boom der 1990er Jahre hat neben den genannten Begriffen viele neue Wortschöpfungen hervorgebracht. Telelernen ist noch der nachvollziehbarste davon. Andere Kreationen wie CAI (Computer Aided Instruction), CBI (Computer Based Instruction), CAL (Computer Aided Learning) oder CBL (Computer Based Learning) spielten nur bei der Marketingkommunikation oder in wissenschaftlichen Zusammenhängen eine Rolle und haben sich im allgemeinen Sprachgebrauch nicht durchgesetzt.

Da aber auch gängige Begriffe wie E-Learning, CBT und WBT nirgendwo formal definiert oder gar geschützt sind, kann im Grunde jedermann entsprechende Angebote entwickeln. Entsprechend groß sind die Unterschiede in der Qualität.