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Gesetzliche Grundlagen der beruflichen Bildung


Gesetzliche Grundlagen der beruflichen Bildung

Die berufliche Aus- und Fortbildung in Deutschland wird durch das Berufsbildungsgesetz (BBiG) geregelt. Das BBiG ist dem Arbeitsrecht zuzuordnen, zum 1. April 2005 wurde es umfassend reformiert. In Paragraph 1 sind die grundlegenden Ziele und Begriffe definiert:

-- Zitat --

§ 1 Ziele und Begriffe der Berufsbildung

(1) Berufsbildung im Sinne dieses Gesetzes sind die Berufsausbildungsvorbereitung, die Berufsausbildung, die berufliche Fortbildung und die berufliche Umschulung.

(2) Die Berufsausbildungsvorbereitung dient dem Ziel, durch die Vermittlung von Grundlagen für den Erwerb beruflicher Handlungsfähigkeit an eine Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf heranzuführen.

(3) Die Berufsausbildung hat die für die Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit in einer sich wandelnden Arbeitswelt notwendigen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit) in einem geordneten Ausbildungsgang zu vermitteln. Sie hat ferner den Erwerb der erforderlichen Berufserfahrungen zu ermöglichen.

(4) Die berufliche Fortbildung soll es ermöglichen, die berufliche Handlungsfähigkeit zu erhalten und anzupassen oder zu erweitern und beruflich aufzusteigen.

(5) Die berufliche Umschulung soll zu einer anderen beruflichen Tätigkeit befähigen.

-- Zitat Ende --

Der vollständige Text kann im Internet nachgelesen werden:
http://www.gesetze-im-internet.de/bbig_2005/


Grundstruktur des Bildungswesens der BRD


Grundstruktur des Bildungswesens der BRD

Schaubild der Grundstruktur des Bildungswesens der BRD (Quelle: BMBF)
Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Duale Berufsausbildung


Duale Berufsausbildung

Das System heißt "dual", weil die Ausbildung an zwei Lernorten durchgeführt wird: im Betrieb und in der Berufsschule. Es ist der Kernbereich der Berufsausbildung in Deutschland; mehr als 60% eines Altersjahrganges absolvieren eine Berufsausbildung in diesem System. Die Ausbildung in den einzelnen Berufen erfolgt auf der Grundlage von Ausbildungsordnungen (= Rechtsverordnungen des Bundes). Zurzeit gibt es rund 350 aufgrund von Ausbildungsordnungen anerkannte Ausbildungsberufe. (Quelle: BMBF)


Berufsgrundbildungsjahr


Berufsgrundbildungsjahr

Den Teilnehmern wird durch Vollzeit- und Teilzeitunterricht eine allgemeine oder auf ein Berufsfeld bezogene berufliche Grundbildung vermittelt. (Quelle: BMBF)


Fachschulen


Fachschulen

Fachschulen werden freiwillig nach einer bereits abgeschlossenen Berufsausbildung und praktischen Berufserfahrungen, teilweise auch nach langjähriger praktischer Berufserfahrung oder aufgrund des Nachweises einer fachspezifischen Begabung besucht. Sie vermitteln eine weitergehende fachliche Ausbildung im Beruf (z.B. Meisterschulen, Technikerschulen). Der Schulbesuch dauert bei Vollzeitunterricht zwischen einem halben Jahr und drei Jahren, bei Teilzeitunterricht in der Regel 6 bis 8 Halbjahre. (Quelle: BMBF)


Weiterbildung


Weiterbildung

Weiterbildung ist die Fortsetzung oder Wiederaufnahme jeder Art des Lernens (auch des informellen) nach Abschluss einer unterschiedlich ausgedehnten Bildungsphase in Kindheit und Jugend. Unterschieden werden die beiden Hauptbereiche allgemeine und berufliche Weiterbildung. Die Bereiche der politischen und kulturellen Weiterbildung sind schwerpunktmäßig der allgemeinen Weiterbildung zugeordnet. Für beide Weiterbildungsbereiche gibt es Angebote der Hochschulen und freien Träger zur wissenschaftlichen Weiterbildung sowie Fernunterrichtsangebote. Geprägt wird der Weiterbildungsbereich durch die Freiwilligkeit der Teilnahme, Vielfalt der Angebote und Pluralität der Träger sowie die subsidiäre (nachgeordnete) Rolle des Staates. (Quelle: BMBF)

Weiterbildung ist also praktisch der Sammelbegriff für alle Arten des Lernens nach Abschluss der ersten Ausbildungsphase. Inhalte und Ausrichtung spielen dabei zunächst keine Rolle. In der Praxis unterscheidet man jedoch zwischen allgemeiner, politischer und beruflicher Weiterbildung.